Runalyze: Quo vadis?

Runalyze war immer die Software, die ich mir gewünscht habe, um meine Trainingsdaten zu erfassen und auszuwerten. Kostenlos, wesentlich detailierter und übersichtlicher als alles, was andere (größtenteils kostenpflichtig) so anbieten. Das ausschlaggebende Plus war für mich immer, dass ich die Software auf meinem eigenen Webserver laufen lassen kann. Der Updateprozess indes ist nicht trivial und für den Laien nicht zu bewerkstelligen. Nun arbeite ich glücklicherweise seit 20 Jahren in der IT und hab so manches CMS gesehen und installiert. Ich kann mir da eigentlich gut helfen. Das ist auch dringend notwendig, denn seitens der Entwickler möchte man sich natürlich nicht mit Details der User rumärgern:

„RUNALYZE started as one-man-project with only one user and has grown to an app with around 13.000 users of our official online version. Server requirements and complexity of the app and its configuration grow with the feature list. Please understand that our main focus is on implementing new features and serving a performant online version. Therefore, support for local installations is limited.“

Nun ist es aber so, dass man bei Runalyze ständig weiterentwickelt und neue Spielereien einbaut. Regelmäßig kommen neue Releases raus und die Empfehlung der Entwickler ist immer: Mach ein Backup, lösche alle Dateien Deiner Installation ausser dem Verzeichnis „data“, lade die neuen Datien hoch und ruf die Updateroutine auf. Allerdings besteht die aktuelle Version 4.2 aus 14.742 Einzeldateien und 132 MB. Der Upload auf meinen (durchaus nicht langsamen) Webserver bei All-Inkl mit meiner 6000er DSL-Leitung dauert da ca. 40 min. Das vorherige Löschen (bedingt durch die vielen Einzeldateien) ähnlich lange. Habe ich dann endlich alle Dateien „oben“, muss der Aufruf des Datenbankupdates gestartet werden. Die Anleitung zum Update auf der Webseite ist leider recht rudimentär, bzw. die Erläuterungen nur für Vollprofis zu durchsteigen. Wenn es dann einen Fehler gibt, kann man auf Antwort vom Support hoffen. Der kommt normalerweise auch, fällt halt, auch mit Hinweis auf das obere Zitat, mitunter aber recht spartanisch aus.

Mehrere Versuche habe ich schon unternommen, um von meiner Version 3.2 wegzukommen. Jedes Mal habe ich mehrere Stunden verbraten und am Ende immer wieder ein Backup eingespielt. Natürlich ginge es schneller, wenn man direkten Root-Zugriff hätte, aber wer hat den schon, bzw. kann damit umgehen? Update: Ich seh gerade, ich hab sowas bei All-Inkl.

Ich würde mir ein wenig mehr Unterstützung für Eigeninstallationen wünschen, auch wenn ich weiß, dass bei den Entwicklern die Manpower fehlt. Sicherlich sind die Blogger von WordPress einfach verwöhnt, aber Irgendwas dazwischen sollte doch möglich oder zumindest anständige Howtos vorhanden sein. Im Forum traut man sich fast nicht fragen, die Antworten auf die Fragen anderer sind mitunter – sagen wir – ungehalten. Ansonsten vielleicht doch einfach diesen Zweig aufgeben und nur noch das Eigenhosting anbieten?

2 Kommentare zu “Runalyze: Quo vadis?

  1. Reini

    Servus Tom,

    ich hab seit einiger Zeit einen eigenen dedicated Server bei mir daheim.
    Ist ein raspberry (braucht wenig Strom) an einer Fritzbox (myfritz als Dyndns + Domain mit cname Eintrag) und einen Webserver deiner Wahl + Letsencrypt für TLS -> perfektes Hosting für sensible Daten daheim.
    Hab darauf eine Vereinsverwaltung und nextcloud laufen.
    Bei 6000 Upload für dich als alleinigen Benutzer mehr als ausreichend.

    1. Tom Autor des Beitrags

      Danke fürs Angebot, aber ich glaub, da kommt der Raspi schnell an die Leistungsgrenzen, wenn er die Grafiken aufbereitet. Und ehrlich möchte ich mich auch nicht immer kümmern müssen. Ich könnte sowas ja auch lokal aufsetzen, aber mir fehlt da die Muse.

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