Mein erstes Cyclocross-Rennen

Manchmal muss man bekanntlich seine Komfortzone verlassen. Im Frühjahr spielte ich schon mit dem Gedanken mal an einem Cyclocross der Schleudergang teilzunehmen, eine Erkältung machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Jetzt fand ein „Fun-Race“ direkt vor der Haustür statt und für mich war sofort klar, da muss ich mitmachen. Duathlon am nächsten Tag hin oder her. Nun hatte ich seit meiner Jugend nie mehr ein richtiges MTB und die Fahrpraxis im schweren Gelände fehlt mir doch ziemlich. Eine Streckenbesichtigung am Tag zuvor also Pflicht. Alle schien gut befahrbar zu sein, bis eben zwei Downhillstücke in einer Art Baugrube. Nach vorsichtigem Rantasten funktionierte das aber auch immer besser und so war ich recht zuversichtlich. Nur eben nicht Letzter werden.

Eine Stunde vor dem Start holte ich mir dann meine Nummer ab und zahlte die 8 Euro Startgebühr – es geht also heutzutage auch noch günstig. Beruhigt war ich beim Einfahren, als ich sah, dass die Elitefahrer die steilen Bergaufstücke auch vom Rad stiegen. An der Startlinie dann ein überschaubares Feld von ca. 25 Fahrern + 2 Mädels. Vernünftigerweise stand ich eh schon in der letzten Reihe und vorgenommen hatte ich mir auch, die fixierten 45 Minuten Renndauer nicht Anschlag zu fahren, um für den Duathlon am Sonntag nicht zu platt zu sein. Vorne ging sofort die Post ab, ich ließ mich aber nicht verleiten. Nach 300 Meter bereits 30 Meter Rückstand, hinter mir nur noch zwei andere. Am ersten Nadelöhr schloss ich aber wieder auf und konnte ohne zu bremsen in die erste Rampe fahren. Schnell merkte ich, dass hier mit Halbgas nichts geht. Das Trailstück funktionierte bereits beim ersten Versuch gut und in der folgenden Runde sammelte ich die beiden Mädels ein. Ab der vierten Runde wurde ich dann bereits überrundet. Ein Wahnsinn, wie die Burschen vorbeipflügten.

Runde um Runde folgte und ich fand immer besser in die Strecke. Trotzdem war ich froh, als mir die letzte Runde eingeläutet wurde. Gerade mal 12,3 Kilometer waren es am Ende bei einem Durchschnittspuls von 155, was ungefähr der Wert ist, mit dem ich auch einen 10er laufen würde. Platzierung gabs dann keine, doch dafür noch Kuchen und Bier. Hat auf jeden Fall riesig Spaß gemacht und es wird bestimmt mal einen neuen Versuch geben.

Ich hatte während des Rennes meine Virb mitlaufen. Hier eine Runde im Video und sorry für das lustvolle Stöhnen zwischendurch – das Rennen war einfach zu geil!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.