Bericht: Skitour Dreiländerspitze (3197 m)

Von der Wiesbadener Hütte auf 2443 Meter starteten wir gegen 7:30 Uhr und stellten ziemlich bald fest, dass vor uns zwei Gruppen mit insgesamt um die 15 Personen unterwegs war. Der Weg bis zur Ochsenscharte auf 2955 Meter war ziemlich leicht zu gehen und führte über weite Schneeflächen, die dann auf den Vermuntgletscher führten. Während wir den Vermuntkopf passierten hatten wir immer wieder einen schönen Blick auf den Ochsentaler Gletscher und auf den Piz Buin. An der Ochsenscharte hatten wir dann die zwei Gruppen fast eingeholt, doch zu unserer Erleichterung wollten die nicht auf den Gipfel sondern fuhren auf der anderen Seite der Scharte ab.

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Nach einer kurzen Pause wurde es nun ernst. Bis zum Skidepot ging es nun steil nach oben und die Harscheisen taten an ein paar Stellen gute Dienste. Mit Steigeisen an den Füßen folgte nun der letzte Abschnitt hinauf zum Gipfel. Bis zum Vorgipfel war das Ganze eine relativ einfache und abwechslungsreiche Kletterei. Am Vorgipfel angelangt wurde es dann schon ein wenig anspruchsvoller. Zuerst wollte ein fünf Meter langer Grat überschritten werden, der gerade mal Trittbreite hatte und sehr ausgesetzt war. Nun wurde zwei Meter abgeklettert und dann folgte nochmal ein haariges Stück, das schon ein wenig Mut erforderte. Alles in allem waren das gerade mal 20 Meter, die die ganze Schwierigkeit der Tour ausmachten. Am Gipfel selbst haben zwei, maximal drei Personen Platz.

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Für den Rückweg nahmen wir an der Schlüsselstelle einen kleinen Umweg in Kauf, indem wir auf der anderen Seite steil ins Schneefeld ab- und die Schwierigkeit so umkletterten. Nach dem der kleine Grat überschritten war erreichten wir bald unsere Ski.

Panorama Dreiländerspitze Panorama Dreiländerspitze

Mittlerweile hatte ein Bergführer mit seiner Gruppe das Skidepot erreicht. So wurde es recht eng und wir schauten zu, dass wir weiterkamen. Für die Abfahrt fanden wir ein paar herrliche unverspurte Hänge und kamen so richtig auf unsere Kosten. Die Tour war mit gerade mal 750 Höhenmeter konditionell nicht sonderlich anspruchsvoll. Die wenigen Meter vorm Gipfel hatten es aber dafür schon in sich.

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