Bericht: Mühlbauer Spendenlauf

Vier Tage mit stärkerer Belastung am Stück wollte ich in mein Training einbauen. Nach dem 10er beim FunRun im Südwestpark Nürnberg am Donnerstag folgten am Freitag zwei flotte 5er im Wald. Für den Samstag hatte ich mir dann den Halbmarathon in Roding ausgesucht. Den wollte ich mit 1:40 zwar nicht am Anschlag laufen, doch in der Gruppe machts dann doch mehr Spaß als allein zu Hause.

Vor Ort ein riesiges Event, denn am Vormittag fand die 1. Internationale Deutsche Meisterschaft im Nordic Walking statt. Vor dem Start zum Halbmarathon um 14:45 Uhr wurden noch ein paar Schüler und Bambiniläufe durchgeführt und langsam zweifelte ich an meiner Entscheidung. Knapp 30 Grad und schwüle Luft sind nicht die besten Laufbedingungen. So war das Feld mit gerade mal 40 Startern dann sehr überschaulich. Pünktlich ging es auf die eine kurze und die drei langen Runden. Kurz nach dem Start eine Schotterpassage, die insgesamt viermal zu durchlaufen sein würde. Prost Mahlzeit, das geht ja gut los. Dann in den Wald wo es abschnittsweise ein klein wenig Schatten hatte. Nach 500 Meter stellte ich ganz nüchtern fest, dass ich eigentlich ein wenig das Tempo rausnehmen sollte, wenn ich meine geplante Zeit nicht unterschreiten wollte. Allerdings waren gerade mal zwei Läufer vor mir und hinter mir bereits ein größeres Loch. Was tun? Die Beine alles andere als frisch von den beiden Tagen zuvor, aber die Aussicht auf eine gute Platzierung verleitete mich dann doch, ein Tempo um die 4:15 zu halten. Ziemlich bald ging es zurück zum Start und auf die erste der drei langen Runden. Zwei Minuten nach uns war der Lauf über 12 Kilometer, bzw. zwei lange Runden gestartet. Sprich wir liefen ziemlich schnell auf die Kurzstreckler auf und waren so wenigstens nicht allein auf der Strecke. Am Ende der ersten langen Runde verspürte ich bereits ordentlich Durst und blieb kurz für eine Becher Wasser stehen. Nun wieder die drei Kilometer bergauf und meine Beine wurden bereits schwer. Bei Kilometer 12 war dann plötzlich Ende Gelände. Ich konnte grad mal noch 5:30 laufen und prompt wurde ich kurze Zeit später überholt. Nichts ging mehr und die drei Kilometer bis zum Ende der Runde waren ein Qual. Ich lief die Runde zu Ende und an der Verpflegungsstelle ging ich aus dem Rennen.

An die folgenden Minuten kann ich mich nur noch so halb erinnern. Einen Becher Wasser schüttete ich mir über den Kopf, einen trank ich. Dann setzte ich mich auf eine Bank, wo ich runterfiel und kurz gegen eine Ohnmacht ankämpfte. Die herbeigeeilten Rotkreuzler konnte ich dann aber schon wieder beruhigen und davon überzeugen, dass ich nicht mit in das Sanizelt gehe. Wenig später war dann alles wieder gut. Der lockere Trainingslauf über 90 Minuten heute morgen klappte auch schon wieder ganz normal.

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