Bericht: Amberger Running Night oder Laufen mit Rippenprellung ist suboptimal

Vor zwei Wochen war ich beim Halbmarathon in Cham schwer gestürzt. 10 Meter nach dem Start trat mir jemand auf den Fuß und ich konnte einen Aufprall auf die Tartanbahn nicht verhindern. Drei Minuten schnappte ich nach Luft und meinte dann, es wäre nicht so schlimm, lief dem Feld locker hinterher und absolvierte einen Trainingslauf. Gegen Abend wurden die Schmerzen dann so schlimm, dass ich ins Krankenhaus fuhr. Gebrochen war dann zum Glück nichts, aber eben die ganze linke Seite geprellt. Die folgenden Tage waren die Hölle und an laufen gar nicht zu denken. Am Tag 9 nach dem Sturz riskierte ich einen lockeren Dauerlauf und pausierte dann lieber wieder. Doch da der Eiger Ultra Trail vor der Tür steht wollte ich nicht ganz ohne Bestätigung in die Schweiz fahren. Zudem merkte ich die letzten beiden Tage, dass die Schmerzen nun deutlich weniger wurden. Ein Zehner in der Stadt passte da genau, zudem er über vier Runden ging und ich notfalls jederzeit aussteigen könnte.

Amberger Running Night Amberger Running Night

Vom Start weg konnte ich zunächst im Führungsfeld mitgehen, merkte aber auf Kilometer 2 schon, dass ich alles andere als locker war. Ständig hörte ich nur in meinen Körper, traute mich nicht völlig frei schnaufen und bei den kurzen Bergabpassagen schmerzten die Erschütterungen. Auch war ich noch nie der Läufer, der sich auf Kopfsteinpflaster wohl fühlt. Dazu dann noch eine Lufttemperatur über 25 Grad. Anfang Runde 3 kamen dann von hinten Vereinskollegen, die ich normal immer im Griff habe, doch heute hatte ich da einfach nichts entgegenzusetzen. Ende Runde 3 überholte mich dann die erste Frau und ich hängte mich an sie hin. Diese optische Motivation half aber nur eine halbe Runde und langsam setzte auch sie sich ab. Ins Ziel kam ich dann mit 42:30 min, drei Minuten langsamer als ich derzeit eigentlich sein könnte.

Trotzdem bin ich zufrieden. Bis zum Samstag wird die Prellung sicher noch ein wenig besser werden und auch wenn ich in der Schweiz nicht topfit sein werde, so kann ich doch starten und die wunderbare Landschaft rund um den Eiger genießen.

Die Fotos sind übrigens von Tobias Plößl.

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