Über mich

Schulsport bestand in meiner Kindheit hauptsächlich aus Geräteturnen, Fußball und ein wenig Leichtathletik. Länger gelaufen wurde da recht wenig. Lediglich ein- oder zweimal im Jahr ging es auf die Bahn um die 1000 Meter zu laufen. So war es in der 8. Klasse als wir zusammen mit den Jungs vom Sport-LK zur Zeitnahme antraten. Quasi ohne Training lief ich damals den ganzen Großen davon und kam nach 3:16 ins Ziel. Unser Sportlehrer legte mir dann nahe, ich solle doch mal zu den Leichtathleten vor Ort gehen. So stand ich dann zum ersten Mal in Hallenturnschuhen am Lauftreff und quälte mich mit gefühlt 100 Gehpausen um den „Jägersteig“, eine Strecke durch den Wald von rund 9 km. Die nächsten Wochen wurden die Gehpausen weniger und die Zeiten besser. Ein halbes Jahr joggte ich nun mehr oder weniger regelmäßig und die Kollegen meinten, ich solle doch mal zu einem Wettkampf mitfahren. So lief ich im April 1987 die 3000 Meter in Neustadt/WN auf der Bahn. Keiner kannte mich und ich kannte auch keinen. So hängte ich mich an einen Vereinskollegen und lief nach 9:15 min ins Ziel. Zwei Tage später stand dann der Bayerische Landestrainer beim mir zu Hause und holte mich in den Landeskader. Ein paar Wochen später wurde ich mit 9:19:01 bayerischer Meister über 3000 Meter in der Jugend B.

So ging es einige Jahre über die Mittelstrecke weiter zum Marathon, wo ich 1989 mein Debüt in Berlin gab. Und obwohl ich da ohne großen Trainingsplan an den Start ging und nur viermal einen „30er“ als Vorbereitung lief, sind die 2:46:51, mit denen ich da als 18-jähriger ins Ziel kam, lustigerweise bis heute meine Bestzeit. Meine Halbmarathonbestzeit von 1:14:12 stammt übrigens auch aus der Zeit. Auf der Mittelstrecke schaffte ich dann aber in der Männerklasse nicht so recht den Anschluss, was evtl. auch am fehlenden Trainingspartner oder anderen Dingen lag, die einen mit 20 eben so beschäftigen. 🙂

Aufgrund andauernder Probleme mit der Knochenhaut am Schienbein suchte ich mir dann eine alternative Trainingsmöglichkeit und kam aufs Rennrad. Anschluss fand ich bei der Hobbytruppe des RV Concordia Wernberg, wo gerne mal 100 km ordentlich hingetreten, aber auch nach der Ausfahrt ein Bierchen getrunken wurde. In der Zeitung las man dann zum ersten mal was von Triathlon und dem Ironman in Roth. Sofort hatte ich Blut geleckt. Diverse Kurz- und Mitteldistanztriathlons waren es aber zuerst. Als schlechter Schwimmer kam ich zwar weit hinten aus dem Wasser, aber das Überholen machte auf dem Rad dann umso mehr Spaß. Am 9. Juli 1995 stand ich dann schließlich morgends um sechs mit 1900 anderen Verrückten am Rothsee und schluckte dann über eine Stunde ordentlich Wasser. Der miserable Schwimmsplit von 1:14 bedeutete Platz 1018, aber auch viel Luft nach vorne für die beiden nächsten Disziplinen. Das Gefühl, das ich auf dem Rad hatte als ich einen nach den anderen von hinten „rollte“ hab ich heute noch im Kopf. Mein damaliger Radsplitt von 5:08 auf die 180 km kann sich wohl heute noch sehen lassen. Der anschließende Marathon war dann geprägt von der großen Hitze. 35 Grad sollte es an dem Tag bekommen. Bei Kilometer 10 hatte ich noch von einer Zeit geträumt, die mit einer neun beginnen sollte. Ab dem Halbmarathon gab es dann Gehpausen an jeder Getränkestelle und meinen Traum hakte ich bald ab. Trotz Krämpfe auf den letzten Kilometern konnte ich mich ins Ziel retten und die Uhr bleib bei 10:15:48 stehen. Platz 286 insgesamt und Platz 25 in der Altersklasse stand dann auf der Urkunde. Was war ich stolz!

Die nächsten Jahre waren dann geprägt von Hochzeit und Hausbau. Den Leistungssport ließ ich ausklingen, lief nur noch ab und an einen Volkslauf, gelegentlich einen Halbmarathon und fuhr diverse RTFs mit. Um etwas für den Rücken zu tun ging ich in die Kletterhalle und entdeckte so auch den Fels (vorallem im Steinwald) für mich. Bergtouren machte ich schon immer mal, doch konnte ich mich nie so recht fürs bergab gehen begeistern. Erst als ich durch Zufall mal Tourenski unter die Füße bekam, habe ich die Berge so richtig entdeckt. Und was aus all diesen Leidenschaften so geworden ist, das kann man in den Beträgen auf dieser Internetseite nachlesen.

Bestzeiten:

800 Meter: 2:01,60 (Neustadt/WN 1988)
1000 Meter: 2:38,90 (Wiesau 1988)
1500 Meter: 4:08,50 (Neustadt/WN 1988)
3000 Meter: 8:52,31 (Ludwigshafen 1988)
5000 Meter: 15:44,30 (Roth 1988)
10000 Meter: 34:45,5 (Neustadt/WN 1992)
7,5 km Straße: 25:07 (Herten-Bertlich 1988)
15 km Straße: 51:22 (Niederaichbach 1989)
Halbmarathon: 1:14:17 (Geiselhöring 1989)
Marathon: 2:46:51 (Berlin 1989)

IronMan Roth 1995: 10:15:48
IronMönch Kulmbach 1995: 10:09:24
IronMan Roth 1996: 10:44:44
Challenge Roth 2016: 11:15:14
Challenge Regensburg 2016: 11:01:58
Challenge Amsterdam Almere 2016: 10:59:08

PowerMan Zofingen 9:02:54 (1995)

12h-Einzelzeitfahren: 382 km (Hockenheimring 2005)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.